Insektensterben
Zahl der Fluginsekten nimmt dramatisch ab
Drastische Bestandeseinbrüche bei den Insekten: Eine Langezeitstudie kommt zum Schluss, dass die Populationen in Deutschland seit 1989 um drei Viertel geschrumpft sind – aber nicht nur dort.
Um mehr als 75 Prozent hat die Zahl der Fluginsekten seit 1989 abgenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in der Online-Zeitschrift «Plos One» publiziert wurde. Geleitet hat sie Caspar Hallmann von der Radboud-Universität in Nijmwegen. Die Erhebungen wurden in 63 deutschen Naturschutzgebieten vorgenommen. Vom Ausmass waren die Forscher selber überrascht.
Betroffen von den Verlusten seien beinahe alle Arten – etwa Wespen, Bienen, Motten, Schmetterlinge sowie sämtliche Fluginsekten, welche Wild- und Naturpflanzen bestäuben. Als Beutetiere für Vögel spielen sie zudem eine wichtige Rolle. Nicht zuletzt die Verluste von Insekten als Nahrung gefährden die Ökosysteme.
Obwohl die Erhebungen in Deutschland gemacht wurden, seien die Rückgänge bei den Fluginsekten auch in anderen Ländern wie der Schweiz ein ernst zu nehmendes Thema, ist weiter zu lesen. Gründe für die Bestandeseinbrüche listet die Studie allerdings nicht auf. In welchem Ausmass Faktoren wie Klimawandel, die Zerstörung von Lebensraum und Änderungen in der Nutzung von Landwirtschaftsflächen für die Rückgänge verantwortlich sind, lässt sie ebenfalls offen.
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