Gentechnisch veränderte Pflanzen
EU lockert Gentechnik-Regeln: Welche Konsequenzen hat das für die Schweiz?
Die Europäische Union hat ihre Vorschriften für bestimmte gentechnisch veränderte Pflanzen gelockert. Befürwortende versprechen sich resistentere Sorten und eine nachhaltigere Landwirtschaft, kritische Stimmen warnen hingegen vor neuen Risiken und weniger Transparenz. Welche Folgen der Entscheid für die Schweiz haben könnte.
Mitte Juni fällte das EU-Parlament einen umstrittenen Entscheid: Es erleichterte den Einsatz bestimmter gentechnisch veränderter Pflanzen. Dabei wird deren Erbgut gezielt im Labor verändert mit dem Ziel, ihm Eigenschaften wie Resistenzen gegen Schädlinge oder klimatische Auswirkungen wie Dürren zu verleihen.
Zu den weltweit am weitesten verbreiteten gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP) gehören Soja, Mais, Baumwolle und Raps. Dass solche Pflanzen gentechnisch verändert werden, ist nicht neu: Bereits in den Achtzigerjahren wurden artfremde Gene in das Erbgut von Pflanzen eingeschleust.
Das Aufkommen der Neuen Genomischen Techniken (NGT) im Jahr 2012 läutete jedoch eine neue Ära ein: Durch die Entdeckung der CRISPR/Cas-Technologie muss keine fremde DNA mehr in die Pflanze eingebaut werden. Der Einsatz der sogenannten Gen-Schere erlaubt es, das pflanzeneigene Erbgut schnell und präziser zu verändern – weshalb ihre Entdeckung als Meilenstein gilt.
Werden Pflanzen durch NGT verändert,…
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