Wetterprognosen
Wie sich der Frühling durch den Klimawandel verändert
Der April ist meistens gewohnt wechselhaft – genau so kann der Frühling im Ganzen von Jahr zu Jahr schwanken. MeteoSchweiz zeigt, wie der Klimawandel auf den Frühling im Wandel der Zeit wirkt.
Ein Griff zum Smartphone reicht heute, um über eine App auf Wetterprognosen zurückgreifen zu können. Die Auswahl ist dabei gross – einer der Wetterdienste ist MeteoSchweiz, jener des Bundesamtes für Meteorologie und Klimatologie. Auf seiner Website stellt der Prognosedienst das Wetter für die kommenden 7 bis 10 Tage auf, welche täglich aktualisiert werden.
Die Genauigkeit der Wetterprognosen hängen einerseits vom betrachteten Zeithorizont und andererseits von der aktuellen Grosswetterlage ab. Ist die Wetterlage eher dynamisch, so ist die Prognosequalität häufig etwas tiefer, respektive lässt sich weniger weit in die Zukunft blicken als bei stabilen Hochdrucklagen, erklärt MeteoSchweiz auf Anfrage.
Vergangene Frühlinge
In Prognosen werden aber vergangene Jahre nicht miteinbezogen. Die Atmosphäre habe kein Gedächtnis und sei ein chaotisches System. Dementsprechend kann die Witterung in den verschiedenen Jahreszeiten von Jahr zu Jahr stark schwanken.
Klar ist aber, dass es durch den Klimawandel zu Veränderungen gekommen ist. Der Frühling ist in der Schweiz wärmer geworden, wie die anderen Jahreszeiten auch. Von der vorindustriellen Periode (1871-1900) bis aktuell hat sich der Schweizer Frühling (März-Mai) um 2,2 °C erwärmt. Auch der Sommer (Juni-August) ist ebenfalls um 2,2 °C wärmer geworden. Im Herbst (September-November) beläuft sich die Erwärmung auf 1,7 °C und im Winter (Dezember bis Februar) auf 2,0 °C, so MeteoSchweiz weiter.
Mehr Regen und mehr Sonne
Parallel zu den höheren Frühlingstemperaturen, die sich vor allem ab den 1990er Jahre zeigten, gab es eine gleichsam sprungartige Verschiebung zu einer früheren Vegetationsentwicklung im Frühling. Der Frühling, wie wir ihn wahrnehmen mit dem Erwachen der Natur nach der Winterpause, kommt heute also früher als vor 1990.
Der Frühling ist in den letzten 150 Jahren etwas regenreicher geworden. Die Zunahme der Niederschlagssumme März bis Mai liegt bei rund 7 %. Als Besonderheit sei auch zu erwähnen, dass der Frühling in den letzten 30 Jahren wieder sonniger geworden ist. Von 1970 bis 1990 waren die Frühlinge in der Schweiz ausgesprochen sonnenarm.
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