Insekten
Petition zur Aufklärung des Insektensterbens
Mehrere Natur-Verbände haben am Dienstag eine Petition lanciert, mit welcher die Behörden aufgefordert werden, das Insektensterben wissenschaftlich zu erforschen.
Die Verbände fordern, dass die Bevölkerung besser über das Insektensterben aufgeklärt wird. Forschungsergebnisse aus Deutschland würden zeigen, dass in den letzten dreissig Jahren mehr als die Hälfte aller Insekten verschwunden sei. Wie stark die Schweiz betroffen ist, wisse man immer noch nicht, kritisieren die Naturfreunde Schweiz, der Verband «Dark-Sky», der Bauernverband und die Imkerverband Apisuisse.
Das Ziel der Initiative
Mit ihrer am Dienstag lancierten Petition wollen sie die Behörden dazu auffordern, die wissenschaftliche Aufklärung des Insektensterbens zu finanzieren. Zudem sollen bestehende Aktionspläne (Biodiversität, Bienengesundheit, Pflanzenschutzmittel) umgesetzt und weitere Massnahmen gegen das Insektensterben lanciert werden. Bis zur Wintersession sollen Bundesrat und Parlament mindestens 50'000 Unterschriften eingereicht werden.
Damit soll auch Aufklärungsarbeit geleistet werden: «Jede und jeder soll sich bewusst werden, was Insekten in ihrer Vielfalt, Schönheit und wegen ihrer Schlüsselrolle in der Ökologie für uns alle bedeuten», umschreiben die Organisationen das Ziel ihrer Petition.
Die Rolle der Insekten für das Ökosystem
Insekten haben für das Ökosystem vielfältige Funktionen. So dienen sie etwa als Nahrung für Vögel, Frösche, Fische, Igel und Fledermäuse. «Ohne Insekten sind auch sie bald verschwunden», glauben die Organisationen.
Ähnliches gelte für Wild- und Kulturpflanzen, welche auf die Bestäubung durch die Insekten angewiesen seien. Damit habe das Insektensterben auch einen Einfluss auf die Nahrungsmittelproduktion. Die Sammelfrist für die Petition endet am 24. November.
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