Stadt Zürich
Neue Anlage filtert Hormone aus Abwasser
Kosmetika, Hormone, Rückstände aus Medikamenten und Chemikalien gelangen in der Stadt Zürich seit Anfang März 2018 nicht mehr in die Gewässer. Eine neue Ozonierungs-Anlage filtert sie heraus.
Mehr als 80 Prozent der Mikroverunreinigungen werden durch das Ozon in der Anlage im Klärwerk Werdhölzli aufgespalten und so unschädlich gemacht. Dadurch fliesst das gereinigte Wasser in einer noch höheren Qualität in die Limmat. Dies teilte am Donnerstag das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich mit, das neu vom ehemaligen Sicherheitsvorstand Richard Wolff (AL) geleitet wird.
Grund für den Bau der Ozonungs-Anlage war das verschärfte Gewässerschutzgesetz des Bundes, das 2016 in Kraft trat. Dieses verlangt von Städten mit über 80'000 Einwohnern und von See-Gemeinden mit 24'000 Einwohnern, dass sie eine Anlage zur Filtration von Mikroverunreinigungen zur Verfügung stellen. Andernfalls muss eine Abgabe von neun Franken pro Einwohnerin und Einwohner bezahlt werden.
Die Stadt Zürich musste bis anhin jährlich 3,7 Millionen Franken bezahlen. Diese Abgabe wird ab 2019 entfallen. Da die jährlichen Betriebskosten 2,2 Millionen betragen, spart die Stadt 1,5 Millionen pro Jahr.
Der Bau der Anlage kostete 42 Millionen Franken. Laut Mitteilung erwartet Entsorgung und Recycling Zürich, dass der Bund 75 Prozent der Baukosten aus einem Fonds zurückzahlt.
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