Plädoyer für die Artenvielfalt
Für den Erhalt der Artenvielfalt
Ecuador und die Bewohner der Galapagos-Inseln brauchen nach den Worten von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mehr Unterstützung beim Erhalt der Artenvielfalt.
Steinmeier sagte am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) auf den Galapagos Inseln, die Verantwortung für den Erhalt der Arten «kann nicht nur die Verantwortung des Staates Ecuador und erst recht nicht nur die Verantwortung der Bewohner hier auf den Galapagos Inseln sein».
Den Archipel habe man oft genug «Garden Eden» genannt. Doch das Paradies sei bedroht, sagte Steinmeier. Und diese Bedrohung gehe vom Plastikmüll aus. «Allein auf der Insel, auf der wir hier sind, sind innerhalb von kurzer Zeit 22 Tonnen Plastikmüll angeschwemmt und eingesammelt worden. Aber alle hier vermuten, dass es das Zehnfache ist, das hier auf den Inseln des Galapagos Archipels jährlich angeschwemmt wird.» Das gelange in Fische, Seelöwen, Seebären und so komme der Plastikmüll in die Nahrungskette zurück.
Bestand mancher Schildkrötenart bedroht
Auch in der Aufzuchtstation für Schildkröten wurde deutlich, dass der Bestand mancher Schildkrötenart bedroht sei durch den immer grösser werdenden Berg von Plastikmüll. Steinmeier bekräftigte: «Wenn wir so weitermachen wie bisher, dann werden wir 2050 mehr Plastikmüll im Meer haben als Fische. Deshalb müssen wir umdenken, und das Umdenken können wir nicht dem Staat Ecuador überlassen, auch nicht Südamerika, sondern das betrifft auch uns.»
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