Klimaneutrale Zukunft bis 2050
Die Landwirtschaft im Klimawandel
Die Landwirtschaft steht an vorderster Front, wenn es um die Auswirkungen des Klimawandels geht: Sie erlebt sowohl die negativen Konsequenzen als auch den Druck, zur Lösung des Problems beizutragen.
Schweizer Bauern gehören zu den Ersten, welche die direkten Auswirkungen der veränderten Wetterbedingungen zu spüren bekommen. Durch die steigenden Temperaturen und zunehmend längeren Vegetationszeiten können neue Kulturen wie Soja, Süsskartoffeln und Reis auch in der Schweiz angebaut werden. Insgesamt überwiegen jedoch die negativen Konsequenzen: Milde Winter sind ungünstig für das Wintergetreide, da dieses auf ausreichend lange Kälteperioden angewiesen ist. Erhöhte Trockenperioden führen zu Ertragseinbussen, insbesondere bei Grünlanderträgen. In trockenen Sommern können so bis zu 25 Prozent der gesamtschweizerischen Raufutterproduktion verloren gehen, wie eine Analyse von Agroscope und dem Schweizer Bauernverband zeigt. Ebenso begünstigen mildere Winter die Vermehrung von Schädlingen und Krankheiten, während häufigere Spätfröste, Starkregen und Hagelschäden Ernteverluste steigern. Der Schädlings- und Krankheitsdruck macht die Landwirtschaft zudem anspruchsvoller. Der Druck,…
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