Statistik
Anzahl der eingesetzten Versuchstiere gesunken
Um etwas mehr als zwei Prozent sind die Tierversuche in der Schweiz zurückghegangen. Das zeigen Erhebungen der Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).
In der Schweiz wurden im Jahr 2017 614'581 Tiere für Tierversuche eingesetzt. Dies entspricht einem Rückgang um 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2016, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Donnerstag mitteilte.
Auswirkungen des neuen Tierschutzgesetzes
Zwei Drittel der Tiere waren Mäuse. Keines der Tiere wurde für Kosmetiktests verwendet. Gegenüber dem Jahr 2008, als das neue Tierschutzgesetz in Kraft getreten war, ist die Zahl der verwendeten Tiere um mehr als 100'000 gesunken.
Im Jahr 2017 hat die Zahl der Tiere, die in Tierversuchen verwendet wurden, gegenüber 2016 um 15'192 abgenommen. Dieser Rückgang bestätige die in den letzten zehn Jahren beobachtete Tendenz, auch wenn in einzelnen Jahren zum Teil starke Schwankungen vorkommen könnten, schreibt das BLV.
Strenge Bewilligungspraxis
Die Zahl der neu erteilten Bewilligungen für Tierversuche hat 2017 um 10,5 Prozent abgenommen. 2017 kamen 72,6 Prozent der Tiere in nicht oder wenig belastenden Versuchen zum Einsatz. Rund 24,6 Prozent der Tiere waren einer mittelschweren Belastung und 2,8 Prozent einer schweren Belastung ausgesetzt.
Tierversuche müssen bewilligt werden. Die Gesuche beurteilt eine kantonale Tierversuchskommission. Die Forschenden müssen darlegen, dass die Vorteile, welche die Gesellschaft aus den Versuchen zieht, das Leiden der Versuchstiere überwiegt.
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