Bis 2030 soll in der Schweiz die Fischgängigkeit bei rund 1000 Wasserkraftanlagen wiederhergestellt sein, schreibt das Bafu in einer Mitteilung vom Donnerstag. Im gleichen Zeitraum sollen der Geschiebehaushalt mit technischen Massnahmen reaktiviert und die negativen Auswirkungen des Schwall-Sunk-Betriebs beseitigt werden. Dieses Ziel ist ehrgeizig und der Weg dazu ressourcenintensiv.

 

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Eine Grafik des Bafu zeigt am Beispiel eines Aals, wie Fische in der Schweiz wandern.
 

Die Umsetzung bedinge eine Zusammenarbeit diverser Akteure, vom Kraftwerksinhaber mit Planungsbüros über Verbände, Gemeinden, Kantone bis hin zum Bund, und erfordert ausreichende Finanzen. Laut Bafu wurde die Sanierung der Fischgängigkeit bei rund einem Viertel aller Hindernisse in Angriff genommen. Erste Umsetzungen seien aber bereits abgeschlossen.

Anliegen der Energiestrategie 2050 
Der Ausbau der Wasserkraft im Zuge der Umsetzung der Energiestrategie 2050 soll in der Balance zwischen Energiegewinnung und Ökologie erfolgen. Neue Anlagen sollen in jedem Fall die Fischgängigkeit nach dem neusten Stand der Technik gewährleisten.

Die Renaturierung der Schweizer Gewässer sowie die Wiederherstellung der Fischgängigkeit kommt laut dem Bafu nicht nur den Fischen zugute. Naturnahe Gewässer sind beliebte Naherholungsgebiete. Sie laden zum Verweilen, Baden oder Spazieren ein. Natürliche und vernetzte Lebensräume sind die Basis für eine reichhaltige biologische Vielfalt, von deren Leistungen laut Bafu alle Lebewesen und damit auch wir Menschen profitieren.

Das ganze Dossier zur Fischwanderung finden Sie hier.