Noch immer gefährdet
Weniger Elefanten gewildert
Von 2011 bis 2017 hat die Zahl der in Afrika gewilderten Elefanten kontinuierlich abgenommen. Trotzdem ist die Gefahr für die Tiere bei Weitem noch nicht gebannt.
Im Jahr 2011 erreichte die Wilderei von Afrikanischen Elefanten einen vorläufigen Höhepunkt. Zehn Prozent der Population wurden in dem Jahr illegal getötet, der Anteil der gewilderten Elefanten lag weit über dem der an anderen Todesursachen gestorbenen Tiere. Das schreiben Forscher der Universitäten York (England) und Freiburg (Deutschland), sowie dem internationalen Artenschutzabkommen CITES diese Woche im Fachjournal «Nature Communications».
Seit 2011 jedoch habe die Elefanten-Wilderei stetig etwas abgenommen. 2017 lag der Anteil der gewilderten Elefanten bei vier Prozent. Das entspricht etwas mehr als der Hälfte der in dem Jahr gestorbenen Elefanten – und so lange das so ist, bleibt die Elefantenpopulation weiter rückläufig.
Nachfrage reduzieren
«Dass wir eine Abnahme der Wilderei sehen, ist natürlich positiv», sagt Studienautor Colin Beale von der Universität York in einer Medienmitteilung. «Aber die Wilderei-Raten sind immer noch zu hoch. Wir müssen die Nachfrage nach Elfenbein in Asien reduzieren und die Lebensgrundlage der Menschen in Afrika, die mit den Elefanten leben, verbessern. Dies sind die zwei grössten Ziele, um das Überleben der Elefanten langfristig zu sichern.» Gesetze gegen die Wilderei und deren Durchsetzung alleine können das Problem nicht beheben, meint Beale.
Es brauche die Elefanten, um die Ökosysteme der Savanne aufrechtzuerhalten, ausserdem seien die Tiere wichtig für den Ökotourismus, schreiben die Forscher und fordern, dass mehr Naturschutzgelder investiert werden, die Menschen und Regierungen der betroffenen Länder zu sensibilisieren.
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