Mit der neuen Regelung soll gewährleistet werden, dass der Alarm rund um die Uhr abgesetzt werden könne, schreibt die Schwyzer Regierung am Donnerstag im Situationsbericht zum Wolf.

Bislang betrieb das Schwyzer Amt für Landwirtschaft den SMS-Warndienst zu Wolfssichtungen. 2016 war es zu Verzögerungen bei der SMS-Meldung gekommen. Eine Wolfsichtung im Raum Willerzell wurde zum Beispiel erst nach sieben Tagen dem Wildhüter gemeldet, womit entsprechend verspätet die SMS-Meldung ausgelöst werden konnte.

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei sei darauf angewiesen, Meldungen über die Präsenz von Grossraubwild rasch, möglichst genau lokalisiert und möglichst gut dokumentiert zu erhalten, heisst es im Bericht weiter. Mit dem Auftreten des Wolfes im Kanton sei jederzeit zu rechnen. Die Auswirkungen blieben bis anhin aber gering.

Der Wolf riss in Einsiedeln Schafe  
Im vergangenen Oktober riss ein Wolf in Einsiedeln Schafe. Die verursachten Schäden seien bezahlt und es kam zu keinen weiteren Schadenfällen durch den Wolf. In Gebieten mit möglicher Wolfspräsenz wurde das Fotofallenmonitoring im Jahr 2017 weitergeführt.

In einer Arbeitsgruppe erarbeitet der Kanton zurzeit das Wolfskonzept. Es soll einen transparenten und sachlichen Umgang mit dem Wolf aufzeigen, indem es auf kantonaler Stufe die Zuständigkeiten regelt, Abläufe definiert und die Informationswege vorgibt. Das Dokument dürfte im vierten Quartal vorliegen und durch den Regierungsrat verabschiedet werden.