Wildtiere
Neue Wildtier-Warnung für Autofahrer
In Zürich werden Autofahrer an der Albisriederstrasse ab Mittwoch mit einer Wildwarnanlage darauf aufmerksam gemacht, wenn Wildtiere in der Nähe sind. Es ist die erste Anlage dieser Art im Kanton.
Mit Infrarotsensoren registriert die Wildwarnanlage, wenn sich in der Nähe der Strasse ein Tier aufhält und das Verkehrssignal «Achtung Wild» leuchtet auf. Weil die Strasse am Fusse des Üetlibergs durch so genanntes Wildaustrittsgebiet verläuft, wurde sie als Standort für die Anlage ausgewählt.
Waldränder, die an Wiesen und Felder angrenzen, sind beliebte Aufenthaltsorte für das Wild. Insbesondere in der Dämmerung weist die Albisriederstrasse sehr viel Berufsverkehr auf und es kommt immer wieder zu Kollisionen mit Wildtieren, wie Grün Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.
Viele tote Tiere nach Kollision
Allein an diesem Ort starben seit dem Jahr 2000 über 50 Tiere. Die Autofahrer werden durch die Wildwarntafel nicht nur sensibilisiert, sie müssen auch vom Gas weg. Die Höchstgeschwindigkeit auf diesem rund 400 Meter langen, kritischen Strassenabschnitt wird nämlich vorübergehend von 60 auf 40 Kilometer pro Stunde herabgesetzt.
Grün Stadt Zürich erwartet von dieser Anlage eine erheblich höhere Wirksamkeit als bei herkömmlichen Massnahmen wie etwa Systemen, welche die Tiere abschrecken sollen. Die gesamte Anlage inklusive Installation und Umgebungsarbeiten kostete 305'000 Franken.
Andere Kantone haben bereits gute Erfahrungen mit der Wildwarnanlage gemacht. Im Aargau sind vier solche in Betrieb. Auf der längsten mit diesem System überwachten Strecke der Schweiz zwischen Pontresina und dem Berninapass im Kanton Graubünden wurde die Anzahl der Wildunfälle seit der Installation praktisch auf Null gesenkt.
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