Der Vorfall ereignete sich am 9. August um 8 Uhr morgens, wie die Karlsruher Polizei letzte Woche mitteilte. Sogleich seien die Beamten ausgerückt, um den sich offenbar in grosser Not befindenden Mann aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Tatsächlich habe man dann auch einen Mann vorgefunden, der von einem «hartnäckigen kleinen Geschöpf» verfolgt wurde, wie es in der Medienmitteilung heisst. Allerdings handelte es sich bei dem Eichhörnchen nicht um ein ausgewachsenes Exemplar, sondern um ein verlassenes Baby, was vielleicht sein Verhalten erklärt. Es sei auf der Suche nach einer Ersatzmutter und einem neuen Zuhause gewesen, vermutet die Polizei. Die Polizisten hätten das Tierchen eingefangen und aufs Revier gebracht. Mittlerweile befinde es sich in einer Auffangstation und werde bestens umsorgt. 

 

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Karl-Friedrich oder Pippilotta? 
Der ungewöhnliche Einsatz habe bei der Polizei für «jede Menge Spass und Begeisterung» gesorgt. Dies belegen Auszüge aus dem Protokoll. «Eichhörnchen wird neues Maskottchen, wurde getauft auf den Namen: Karl-Friedrich», steht da, gefolgt von: «Das Eichhörnchen ist aufgrund des Schreckens eingeschlafen.»      

Wie deutsche Medien berichteten, habe eine Tierärztin in der Auffangstation dann aber festgestellt, dass Karl-Friedrich ein Weibchen ist. Die Kleine heisst nun Pippilotta, nach der Kinderheldin Pippi Langstrumpf, deren Stärke und Überlebenswillen sie teile. Pippilotta sei fünf bis sechs Wochen alt und wohl aus dem Nest gefallen. Ende September soll sie in die Freiheit zurückkehren dürfen.