So früh im Jahr wie die Luchsin Mala aus der Waadt konnte bisher noch kein Luchs zur Wiederansiedlung im Pfälzerwald eingefangen und ausgewildert werden. Dies teilt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit. Die Fangsaison beginnt normalerweise mit der Paarungszeit der Luchse im Februar. Diese hatte also kaum begonnen, schon konnte Mala eingefangen und nach einem kurzen Quarantäne-Aufenthalt im Tierpark Goldau am Dienstag in Deutschland wieder freigelassen werden. Der Pfälzerwald ist eines der grössten zusammenhängenden Waldgebiete unseres Nachbarlands (lesen Sie hier mehr zu den Auswilderungen).    

Mala war der mit dem Schweizer Luchsmonitoring betrauten Fachstelle KORA schon seit 2012 bekannt. Die Raubtierkoordinationsstelle identifizierte das Tier aufgrund seines individuellen Fleckenmusters. Das 18 Kilogramm schwere Weibchen ist der siebte Schweizer Luchs, der im Pfälzerwald ausgewildert wurde. Insgesamt will die Schweiz das Projekt mit zehn Luchsen unterstützen. Zehn weitere Tiere kommen aus der Slowakei dazu.    

Das Wiederansiedlungsprojekt ist ein Erfolg: Die ersten Luchse wurden 2016 freigelassen, schon 2017 gabs zum ersten Mal Nachwuchs («Tierwelt Online» berichtete).