Ein Sturm Ende Dezember drohte Peter Mocks Garten in der nordaustralischen Stadt Kununurra zum Überschwemmen zu bringen. Um nach dem Rechten zu sehen, wagte sich Mock hinaus ins Unwetter – und wurde Zeuge einer äusserst skurrilen Begebenheit.      

Monty glitt über den Rasen. An sich nichts Ungewöhnliches – der 3,5 Meter lange Olivpython ist in der Nachbarschaft bekannt. Montys Passagiere jedoch sieht man so nicht jeden Tag. Auf der Schlange reisten nämlich zehn Aga-Kröten mit. Sie wollten sich vor dem Sturm in Sicherheit bringen, da der Regen ihre Erdlöcher geflutet hatte, glaubte Mock. Sein Bruder derweil stellte ein Foto der Szenerie auf Twitter.        

 

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Es machte schnell die Runde. Und wurde von Amphibien-Expertin Jodi Rowley vom naturhistorischen Museum in Sydney gesehen. Sie stellte klar: Die Aga-Kröten versuchten, sich mit der Schlange zu paaren, in der verzweifelten Hoffnung, dass es sich um ein Weibchen ihrer Art handeln könnte. Da hofften sie natürlich vergebens.      

Doch Aga-Kröten seien nach starken Regenfällen «notorisch spitz», sagte Rowley zu einem australischen Radiosender. Sie warteten in Gruppen, bis eines der viel selteneren Weibchen auftauche. «Jedes Männchen will sicher sein, dass es dasjenige ist, dass das Weibchen kriegt. Deshalb hat es diesen Festklammer-Reflex.»  

 

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Aga-Kröten neigen in ihrem Liebeswahn dazu, sich an allen möglichen Dingen festzukrallen. Dass es sich dabei nicht immer um Kröten-Weibchen handelt und Nachwuchs deshalb ausgeschlossen ist, macht die Australier aber nicht traurig. Im Gegenteil: Die eingeschleppten Kröten gelten als Plage und bedrohen die heimische Tierwelt. Sie sind zudem giftig und für einheimische Fleischfresser wie Python Monty ungeniessbar. In Down Under versucht man der invasiven Art mitunter auf kreative Weise beizukommen. Zum Beispiel, in dem man sie zu Wurst verarbeitet («Tierwelt Online» berichtete).

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