BirdLife Schweiz
Ein stattlicher Betrag für den Steinkauz
Eine stattliche Summe ist beim Sponsorenlauf letzte Woche zusammengekommen: 75'000 Franken haben Vogelbeoachter am Bird Race gesammelt. Das Geld kommt den Steinkäuzen zugute.
Bereits zum 28. Mal hat BirdLife Schweiz am letzten Wochenende zum Bird Race eingeladen. Wer an diesem Sponsorenlauf mitmachen will, muss sich an diverse Regeln halten. Das Ziel ist, in 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu finden. Bei der Reise quer durch die Lande dürfen aber nur dürfen nur öffentliche Verkehrsmittel oder die eigene Muskelkraft benutzt werden.
Bevor es an den Start geht, legen die Dreier- und Viererteams den Betrag fest, den sie pro gesichteter Art spenden wollen. Von Bird Life haben die Teilnehmenden die Garantie, dass der gesamte Erlös einem Projekt der Vereinigung zugutekommt. Darauf geht es auf die Piste.
Dieses Jahr fliesst das Geld in Projekte zur Förderung des Steinkauzes in der Schweiz. Dadurch hätten die Steinkauzbestände in den letzten Jahren an verschiedenen Orten in der Schweiz stetig zugenommen, schreibt BirdLife Schweiz: besonders in den Regionen Tessin, Ajoie JU, Genf und dem gebiet Grosses Moos am Murtensee.
Was mit dem Spendenbetrag geschieht
75'000 Franken an Spenden sind zusammen gekommen – Geld, das einen wichtigen Beitrag leisten wird, um die erfolgreichen Projekte in den nächsten Jahren weiterführen zu können. Laut BirdLife Schweiz wird der Betrag im Artenförderungsprojekt Steinkauz dringend benötigt. Denn es warten zahlreiche Aufwertungsmassnahmen zugunsten der kleinen Eule auf ihre Umsetzung. Seit 15 Jahren fördert BirdLife Schweiz mit vielen Partnern den seltenen Vogel. Dadurch ist die Anzahl Reviere von anfänglich 50 bis 60 auf knapp 150 angewachsen – auch aufgrund der bisherigen Artenförderungsmassnahmen.
Das Interesse am Wettbewerb war gross: 38 Teams nahmen teil, ein neuer Rekord. Von widrigen Wetterbedingungen liessen sie sich nicht beeinflussen: Regen und Nebel hatten die Suche bisweilen erschwert.
Bei der Sichtung von Vogelarten konnte zwar kein neuer Rekord aufgestellt werden (der bisherige lag bei 141). Das Siegerteam «Leica – Birders Without Borders» konnte jedoch dieses Jahr 126 Arten notieren. Es war den ganzen Tag im Berner Seeland unterwegs. Dort machen viele Zugvögel Rast. Das Jugend-Siegerteam «Natrix Fernost» lag mit 124 Arten nur wenig dahinter – es war auf einer Route von den östlichen Voralpen ins Rheindelta am Bodensee unterwegs.
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